Sichere Identifikation für Geschäfte im Internet

E-Business mit Zukunft

Vergessene Passworte und Identitätsfälschungen bei Internet-Aktivitäten können in Zukunft der Vergangenheit angehören: mit der österreichischen Bürgerkarte.

Für viele Internetuser ist es alltäglich online Informationen einzuholen, Produkte und Preise zu vergleichen und Geschäfte abzuschließen: Tickets, Hotelreservierungen, Bücher und dergleichen bis hin zu Musik, Filmen und Software, die nach dem Bestell- und Bezahlvorgang gleich heruntergeladen werden können.

Den euphorischen Zukunftsprognosen des E-Business stehen Meldungen über Internetbetrügereien entgegen und diese hinterlassen mitunter ein flaues Gefühl und die Frage, ob denn andere Personen bei solchen Geschäften oder vielleicht bei weniger gesellschaftsfähigen Aktivitäten im Internet Ihre Daten angegeben haben um sich zu identifizieren.
Drei Viertel der Internet-Attacken sind bereits Angriffe auf die Identität von Personen und diese sind allein von Anfang 2004 bis Mitte 2006 um den Faktor 100 gestiegen, wie der deutsche Innenminister Schäuble bei einem Kongress in Deutschland unlängst feststellte.

Auf die Annehmlichkeit der Nutzung am Abend und am Wochenende wollen wir nicht verzichten aber wenn es dann zu Rückfragen, Reklamationen oder ähnlichen Situationen kommt, können die vielen Benutzerkennungen und Passworte oft bereits vergessen sein und das mit der schwachen Identifikation notwendigerweise einhergehende Prinzip - erst Geld oder Kreditkarte, dann Leistung - ist für viele Fälle kein Kundenvorteil.

Die Bürgerkarte, die in Form der eCard, der Bankomatkarte oder mit dem Handy existiert, kann auch von Unternehmen als Identifikation im Netz bei Online-Angeboten der Wirtschaft eingesetzt werden. Bei der Steuererklärung, beim Strafregisterauszug sowie in einer Vielzahl anderer Behördengänge ist diese Form des Zugangs bereits etabliert und hat sich dort bestens bewährt.

In anderen Ländern Europas werden elektronische Identitäten (Bürgerkarten) ebenfalls in der Wirtschaft bereits eingesetzt. So etwa kann man in Belgien mit der Karte E-Banking Geschäfte sichern, in Estland, wo es ebenfalls ein Konzept mit Karten und der Mobiltelefonalternative gibt, denkt man daran alle elektronischen Bankgeschäfte ab 2009 mit Sicherheitstechnologien abzusichern.

Das Zentrum für sichere Informationstechnologie – Austria (A-SIT), zu deren Kernaufgabe die Förderung der Sicherheit in der Informationsverarbeitung zählt, bietet unter www.a-sit.at einen Überblick wie einfach die Nutzung der Bürgerkarte ist und stellt IT-Sicherheitswerkzeuge mit Unterstützung der Bürgerkarte online unter „Tools und Demos“ zur Verfügung.

Es wird etwa aufgezeigt wie eine PDF Datei elektronisch signiert und verschickt werden kann, wie Daten vertraulich behandelt und verschlüsseln werden können – etwa weil diese im Notebook oder auf einem USB-Stick herumgetragen werden.
Soweit die Tools mit der Bürgerkarte in Verbindung sind, ist das Download mit der Bürgerkarte abgesichert. Im konkreten Fall werden nur die Mechanismen aufgezeigt. Die Identifikationsdaten werden dabei weder in Datenbanken verspeichert, noch weiterverarbeitet oder weitergegeben.

Die Demos auf der Webseite können frei verwendet werden.

Weitere Informationen:
www.a-sit.at
www.buergerkarte.at

Ansprechpartner: Helga Spacek-Stangl
E-Mail: helga.spacek-stangl@a-sit.at
Tel. +43 1 503 19 63 - 30